ACTIONCUP 2017
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Tips & Tricks  Wir werden immer gefragt „Wie habe ich abgeschnitten“ oder „Was kann ich besser machen“ - hier ein paar Tips: 1. Plant Euren Film vorher.  Nur sehr selten gelingen einem zufällig Aufnahmen mit echtem Seltenheitswert oder dem gewissen „Wow Effekt“, also überlegt Euch am besten vorher eine Geschichte z. B. „wie kann ich denen da oben erklären was ich da unten gesehen habe“ oder „was könnte hier wohl alles schon passiert sein“ oder „was ist das Besondere an diesem Tauchplatz“ und schreibt ruhig ein kleines Drehbuch mit Einleitung, Hauptteil und einem Finale. 2. Abwechslungsreiche Bilder Auch ein Unterwasserfilm darf Szenen enthalten die nicht unter Wasser spielen - Luftbilder oder Landaufnahmen eignen sich hervorragend als Einstieg in eine Geschichte oder um dem Zuschauer einen Blick in die nähere Umgebung zu ermöglichen. Hier sollte dann idealerweise ein Stativ oder eine feste Ablage für die Kamera benutzt werden. Bemüht Euch um einen abwechslungsreichen Mix aus statischen und dynamischen Bildern - dabei darf sich natürlich einmal das Motiv und ein anderes Mal auch die Kamera bewegen. 3. Sucht unterschiedliche und ungewöhnliche Perspektiven. Immer nur Hecht von hinten oder Manta von unten wird schnell langweilig, also sollte man versuchen, ein und dasselbe Motiv auch mal unterschiedlich zu zeigen, z. B. erst eine Totale vom Riff oder Wrack, dann eine Detail- oder Nahaufnahme wie ein einzelner Korallenstock oder den Anker oder ein Bullauge des Schiffes. 4. Einsatz von zusätzlichem Licht Actioncams gehören auf Grund Ihres doch sehr kleinen Bildsensors nicht unbedingt zu den „Lichtriesen“, daher wird es viele Motive geben, die ohne zusätzliche Beleuchtung nicht abzubilden sind. Achtet bei Euren Lampen auf einen möglichst großen Abstrahlwinkel und eine homogene Ausleuchtung - reine Tauchlampen mit Spotreflektor sind hier eher weniger geeignet. Idealerweise setzt Ihr zwei gleichwertige Lampen ein um Schlagschatten zu vermeiden. Vorsicht bei trübem Wasser, hier die Lampen nicht in einer Ebene zum Motiv ausrichten, da die Schwebeteilchen sonst schnell zu vielen kleinen Reflektoren werden. 5. Die Benutzung von Farbfiltern Filter können helfen das Farbspektrum unter Wasser ein wenig zurecht zu rücken - sie können aber auf keinen Fall „verlorene“ Farben zurückholen - im Gegenteil, oft ist der Einsatz von Farbfiltern mit zusätzlichen Lichteinbussen verbunden. Daher empfiehlt es sich, Farbfilter nur in moderaten Tiefen und bei ausreichend Umgebungslicht einzusetzen - dann aber können damit durchaus beeindruckende Ergebnisse erzielt werden. 6. Kameraführung. Bemüht Euch um eine ruhige Kameraführung und benutzt beide Hände um die Kamera zu halten, ein entsprechender Halter mit zwei stabilen Handgriffen ist hier eine sinnvolle Investition. Besonders hilfreich für ruhige Aufnahmen ist auch die Verwendung eines Seils. Befestigt ein Ende an einem D-Ring des Jackets und das andere Ende eine 3/4 Armlänge entfernt an der Kamera - jetzt die Kamera mit beiden Händen greifen und das Seil straff ziehen. So gelingen ganz einfach ruhige Aufnahmen und flüssige Kamerafahrten. 7. Die passende Musik. Eine besondere Herausforderung beim Actioncup war schon immer die für alle fest vorgegebene Musik. Wir bemühen uns um eine große Bandbreite, also nehmt nicht nur irgendeine Musik und klatscht sie unter Euren Bildermix, sondern nehmt Euch die Zeit, die Musik vor dem Tauchgang einmal anzuhören - gern auch mit geschlossenen Augen und unter einem Kopfhörer. Dabei werdet Ihr merken, das Euer Gehirn Bilder zu den Tönen produzieren möchte … und dann müsst Ihr diese Bilder nur noch machen. Und natürlich ist es möglich, zwei oder drei Musiktitel zu verwenden - einen für den Einstieg (z. B. Landaufnahmen, Bäume, Vögel usw.) und einen Zweiten, für die Unterwasseraufnahmen. 8. Audiokommentar. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass diejenigen, die den Mut hatten, Ihren Film mit gesprochenen Texten zu unterlegen, größere Chancen auf eine vordere Platzierung haben - dabei ist es egal, ob das „professionell“ in einem Studio oder im eigenen Dialekt zu Hause gemacht wird. Wer also bei der Vorbereitung seines Films bereits den ein oder anderen gesprochenen Satz einplant, bekommt mit den Kommentaren ein Werkzeug, um die Zusammenhänge in den eigenen Aufnahmen näher zu erklären oder zusätzliche, nicht im Bild befindliche Informationen zu transportieren. 9. Der Schnitt. Macht zuerst einen Rohschnitt und gruppiert die einzelnen Clips in der richtigen Reihenfolge auf der Timeline. Anschliessend erfolgt der Feinschnitt - hier kann man dann die einzelnen Szenen framegenau festlegen. Variiert die Szenenlänge - immer nur 3 (oder 5) Sekunden Schnitte werden schnell langweilig - actiongeladene Szenen können auch mal in kurzer, schneller Abfolge hintereinander geschnitten werden, wohingegen ruhige Aufnahmen oder eine statische Kamera gern auch etwas länger laufen dürfen. Ihr könnt auch mal versuchen, die Schnitte oder Motivwechsel auf die Takte oder Effekte der Musik zu legen (Rhythmuswechsel, Paukenschlag, ruhige Melodie usw.). 10. Überblendungen und Effekte Verzichtet nach Möglichkeit auf „verspielte“ Überblendungen, nutzt statt dessen bevorzugt harte Schnitte oder beschränkt Euch auf eine einfache weiche Überblendung. Zeitlupen oder Zeitraffer können die Handlung unterstützen - sollten sie aber nicht dominieren. Denkt dabei immer daran: Erst das Schneiden macht aus den Bildern eine Geschichte. Es geht nicht darum, sein Schnittprogramm bis ins kleinste Detail zu beherrschen, es geht darum zu wissen, wie man mit seinen Bildern, der Musik und den eventuellen Audiokommentaren auf den Zuschauer wirkt und ihn im besten Fall dazu bewegt, sich den Film bis zum Ende anzusehen.